Mit ‘Oma Hirsch’ verschlagwortete Einträge

Ungureit und Rodenskys

Mai 12, 2008

U* und R*

Mandate wie bei U* machen mich glücklich, aber nicht reich. U* ist nicht einmal in der Lage, PKH zu beantragen. R* ist einer der Typen, die einen das ganze Verhältnis zu den Kollegen versauen können. Er wird im Gerichtsaal schreien, beleidigen. Oma Hirsch ist beseelt von dem Gedanken, dass uns eine Wirtschaftskrise heimsuchen wird und will den schönen Villengarten in eine Farm umwandeln.
„Weißt du Junge, wir haben beide nicht viel Geld.“
„Du mehr als ich.“, antwortete ich erbost, dachte an ihre riesigen Aktienpakete und Oma Hirsch zog eine Schnute.
„Wie dem auch sein, ich fänd` es nett wenn wir die Beete gemeinsam anlegen. Was denkst du?“…
Was ich denke? Ich denke, es ist Pfingstmontag und ich bin allein. Allein und einsam.

Oma Hirsch und die Haschkekse

Mai 10, 2008

Dieses Wochenende wird voll für den Rudi. Da will ich mir einen schönen Freitagabend machen, weil mich Oma Hirsch nicht zum gemeinsamen Fersnehabend zwingen kann, sie ist bei den Canasta Sisters, und backe mir Kekse mit schwarzem Afghanen angereichert. Ich gönne mir ja sonst nichts und wenn aus mir schon nicht der Barack Obama der Kölner Anwälte wird (hier ist wieder die Assoziation mit schwarz…) dann wenigstens die Hoffnung darauf!

Tja und was soll ich sagen: Ich gehe am abend in die Küche und will mir die Keksdose holen. Zur gleichen Zeit läuft drei Straßen weiter eine riesige Seniorenparty, weil sich alle plötzlich so anders, so wohl, fühlen. Will man den Ausführungen von Frau Finke glauben, hat Oma Hirsch den Herrn Finke angebaggert.
´Du mein zweiter Frühling, mein Garten der Lust.`, soll sie gesagt haben. Opa Finke hat dann Metallica aufgelegt – seine bis dahin heimliche Leidenschaft – und die Mädels haben die Bude zerlegt.

Die Heimfahrt entpuppte sich als reine Katastrophe:

Jetzt sitzt die Oma in der Küche und will mehr von dem "geilen Zeug".

Neuer Mandant !

Mai 8, 2008

Das Warten hat ein Ende. Heute will Herr Rodensky kommen. Er hat eine Klage seiner Ex-Frau am Hals, weil er „sie mit den Fäusten massiert hat“. Geld hat R. keins und ein Schwein ist er auch. Ich werde ihn ablehnen. Warum habe ich das nicht gleich am Telefon gemacht? Typen wir R. sind Anwärter auf den Titel SAM: Schlimmster anzunehmender Mandant. Auf der anderen Seite denke ich an Oma Hirsch, die Miete und mein überzogenes Konto. Rodensky hat Oma Hirsch abgepasst, als ich bei Hubi war. Natürlcih das ganze Programm: Kaffee, Kriegsgeschichten erzählen und ausfragen. Ich musste ihr versprechen, die Kanzlei nicht einfach so zu schließen.Okay, mache ich.

Mein Leben als Hausmann Auf zu Hubi!

Mai 7, 2008

Die Kasse ist leer. Ich habe keine Lust mehr. Um die Miete abzustottern bin ich gestern einkaufen gegangen und habe gebügelt. Oma Hirsch hat heimlich nachgebügelt und ist stolz auf meine Hausmannsleistung. Mir ist der Kragen geplatzt. Oma Hirsch will nie wieder schauspielern. Ich sitze in meiner Kanzlei und warte. Auf einen Anruf, darauf dass irgendetwas passiert, über dass ich mit Oma Hirsch reden kann. Ich nehme mein Notizbuch und überlege, in welcher Kneipe ich noch anschreiben lassen kann. Hubi? Der hat immer die neuesten Lesezirkelzeitschriften! Auf zu Hubi! Denn bei Hubi ist es lustig, bei Hubi ist es schön, ja nach einer Hubi Tour da lasse ich mich gehn:

Oma Hirsch schimpft

Mai 6, 2008

Oma Hirsch schimpft.

Ich, Gregor Lubinetzki, lebe in einer WG mit Oma Hirsch; der Witwe meines Vorgängers. Kanzlei, Wohnung und Oma Hirsch sind sozusagen in Union an mich ge-gangen und befinden sich alle in der Villa die Oma Hirsch gehört. Oma Hirsch ist sauer weil ich nun schon seit Jahren in einem Zimmer wohne und mit 43 Jahren keine Freundin habe. Wo sie recht hat, hat sie recht. Ich glaube, sie ist auch etwas sauer, weil ich die Kanzlei nicht auf Fordermann bringe. „Das ist ein gutes Viertel.“ sagt sie immer. Das mag stimmen. Aber ich bin kein guter Anwalt für Leute, die mit das Geld in den Rachen werfen, um deren Probleme zu lösen. Abgesehen davon produzieren deutsche Universitäten zu viele Advokaten. Tja, aber böse Omas haben so ihre Tücken, wie ihr hier sehen könnt:

Mein Leben als Anwalt

Mai 5, 2008

Da sitze ich in einer riesigen Villa im Stadtteil Köln Rodenkirchen und warte auf Mandanten. Die Villa gehört mir nicht, sondern Oma Hirsch, der Witwe meines Vorgängers und das Warten ist nutzlos. Ich bin nicht in einem Verein, ich bin in keiner Partei, engagiere mich nicht in einem Fußballclub und ich bin nicht (mehr) verheiratet. Alles Dinge, die ein Anwalt machen sollte, wenn er an zahlungskräftige Mandanten gelangen will. Ich suche Leidensgenossen für meine Wut und werde fündig:

Interessant: Wir hatten Angst, aber nicht vor Kinski, sondern vor dir. Weil Du so still gewesen bist. Eine interessante Taktik. Na ja, in der nächsten Woche habe ich wieder einen Fall vor Gericht zu verhandeln. Nichts großes, aber trotzdem spannend!