Mit ‘Der Fall Rodensky’ verschlagwortete Einträge

Drei Zimmer kein Kind

Mai 16, 2008

Ich spreche mit Kommissarin Götte. Wir nennen sie alle nur Frau Düssel, weil die knackige Blondine aus Düsseldorf kommt. R* lebte in einer Drei Zimmer Wohnung mit Kinderzimmer – aber ohne Kind. Das ertrank vor einigen Jahren am Baggersee. Seitdem trinkt und schlägt R*. Der behauptet zwar nicht auf seine Frau eingeschlagen zu haben, aber unter seinen Fingernägeln befinden sich angeblich ihre Hautreste.
„Kann man feststellen wie alt die sind?“, will ich wissen.
„Warum?“ Götte hat kein Verständnis für meine Fragen. Am liebsten wäre es ihr, ich würde im Revier sitzen.
„Nehmen wir an er drischt auf seine Frau ein. Heute Morgen.“
Ein KTU`ler im Raum hört es und kommt auf uns zu. „Die Zellkulturen sind in diesem Fall abgestorben. Wir würden es an ihr sehen und an ihm.“ Dabei zeigt er mit dem Kopf auf die Kreideumrisse.
„Also los.“, beschied ich knapp.

Rodensky sitzt im Knast!

Mai 15, 2008

R* sitzt im Knast

Heute Nacht rief mich R* an. Er ist wegen dringenden Tatverdachts festgenommen. Seine Frau lag erstochen in einer riesigen Blutlache im Eigelstein. Weil ich mir keinen Detektiv leisten kann, bin ich erst einmal selbst zum Tatort. R* lebt in einfachen Verhältnissen. Drei Zimmer Wohnung, alter Opel. Heute Nachmittag mehr!

Ungureit und Rodenskys

Mai 12, 2008

U* und R*

Mandate wie bei U* machen mich glücklich, aber nicht reich. U* ist nicht einmal in der Lage, PKH zu beantragen. R* ist einer der Typen, die einen das ganze Verhältnis zu den Kollegen versauen können. Er wird im Gerichtsaal schreien, beleidigen. Oma Hirsch ist beseelt von dem Gedanken, dass uns eine Wirtschaftskrise heimsuchen wird und will den schönen Villengarten in eine Farm umwandeln.
„Weißt du Junge, wir haben beide nicht viel Geld.“
„Du mehr als ich.“, antwortete ich erbost, dachte an ihre riesigen Aktienpakete und Oma Hirsch zog eine Schnute.
„Wie dem auch sein, ich fänd` es nett wenn wir die Beete gemeinsam anlegen. Was denkst du?“…
Was ich denke? Ich denke, es ist Pfingstmontag und ich bin allein. Allein und einsam.

Herr Rodensky

Mai 9, 2008

Ich muss R. verteidigen, denn das Dach ist kaputt. Rodensky ist Dachdecker und wird uns das Dach schwarz ausbessern. Anweisung von Oma Hirsch. Mein Problem: Als Anwalt muss ich nach besten Wissen und Gewissen verteidigen. Lust habe ich keine, denn R. ist so ziemlich alles: Ungepflegt, ein Gewohnheitstrinker, vorbestraft und dumm. Ich konnte ihm einreden dass die Dachausbesserungen die Anwaltskosten nur zu einem Teil decken und dass wir einen auf Klapse machen. Dann wird der Richter ihn nicht so hart bestrafen. R. lehnte ab und begann zu weinen. Etwas stimmt nicht und ich habe das Ungute Gefüghl, dieser Mann wird mich noch auf Trab halten. Eine Ahnung, was es ist, habe ich nicht.

Neuer Mandant !

Mai 8, 2008

Das Warten hat ein Ende. Heute will Herr Rodensky kommen. Er hat eine Klage seiner Ex-Frau am Hals, weil er „sie mit den Fäusten massiert hat“. Geld hat R. keins und ein Schwein ist er auch. Ich werde ihn ablehnen. Warum habe ich das nicht gleich am Telefon gemacht? Typen wir R. sind Anwärter auf den Titel SAM: Schlimmster anzunehmender Mandant. Auf der anderen Seite denke ich an Oma Hirsch, die Miete und mein überzogenes Konto. Rodensky hat Oma Hirsch abgepasst, als ich bei Hubi war. Natürlcih das ganze Programm: Kaffee, Kriegsgeschichten erzählen und ausfragen. Ich musste ihr versprechen, die Kanzlei nicht einfach so zu schließen.Okay, mache ich.